Bei Zweifeln oder Verdacht auf Scheinselbständigkeit sollten Sie sofort einen Anwalt einschalten.

Der richtige Anwalt bei Scheinselbständigkeit

Scheinselbständigkeit ist ein Fachgebiet, bei dem sich Komplikationen in mehreren Rechtsgebieten ergeben, nämlich Sozialversicherungsrecht, Arbeitsrecht, Steuerrecht und Strafrecht. Einen Fachanwalt für Scheinselbständigkeit gibt es nicht, theoretisch würden Sie einen Fachanwalt für Arbeitsrecht, ein Fachanwalt für Sozialrecht, ein Fachanwalt für Steuerrecht und einen Fachanwalt für Strafrecht benötigen. Der richtige Anwalt ist daher ein Rechtsanwalt, der sich mit dem Thema „Scheinselbständigkeit“ seit Jahren beschäftigt, darauf spezialisiert ist und über jahrelange Erfahrung aus zahlreichen Mandaten und Verftretung gegenüber DRV, Zoll, Steuerfahndung und Staatsanwaltschaft verfügt. Ausserdem sollte der richtige Anwalt für Scheinselbständigkeit Mandanten erfolgreich vor dem Arbeitsgericht, Sozialgericht und Strafgericht vertreten haben. Am besten ist es aber, wenn es gar nicht so weit kommt.

Bei Scheinselbständigkeit ist es wie bei ernsthaften Krankheiten. Man lässt sich nicht beim Hausarzt behandeln oder gar operieren. Der kluge Patient nimmt einen spezialisierten Facharzt und fragt nach Fallzahlen. Je mehr Herz- oder Rücken-OPs ein Arzt pro Jahr macht, umso größer sind seine Erfahrungen. Bei Scheinselbständigkeit geht es oft um Sein oder Nichtsein, nicht selten droht Unternehmen die Insolvenz. Bei Scheinselbständigen geht es ebenfalls um viele geldwerte Positionen, die nur ein im Thema versierter Anwalt überblickt. Fragen Sie also auch beim Anwalt nach Fallzahlen und nach der Spezialisierung.

Wichtigster Rat: Sofort zum Anwalt!

Viele Auftraggeber und Auftragnehmer warten, bis das Unausweichliche passiert. Dann ist es manchmal für wichtige Maßnahmen zu spät, z.B. für eine Selbstanzeige. Bei Zweifeln sollte vor jeder Beschäftigung, vor jeder Betriebsprüfung und vor allem vor der Einleitung eines Statusfeststellungsverfahren (Anfrageverfahren) ein spezialisierter Anwalt aufgesucht werden. Insbesondere bei Statusfeststellungsverfahren ist die Überraschung groß und unangenehm. Die Folgen werden fast immer unterschätzt. Beitragsbescheide – auch unrichtige – sind sofort vollstreckbar und oft fünf- bis sechsstellig. Wenn der Zoll sich anmeldet, muss sofort ein spezialisierter Rechtsanwalt eingeschaltet werden.

Am besten ist aber, wenn Risiken schon präventiv durch eine entsprechende Vertragsgestaltung und Überprüfung der nach der Rechtsprechung maßgeblichen tatsächlichen Handhabung minimiert werden. Wie beim Arzt gilt: Vorbeugen ist besser als heilen.

Ähnliche Einträge