Scheinselbstandigkeit kann man bei der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) anzeigen. Oft führen Hinweise Dritter zu gravierenden Folgen für das Unternehmen, auch unberechtigte Hinweise können unangenehme Konsequenzen (Durchsuchungen etc.) haben. Oft erfahren die Unternehmen erst nach Akteneinsicht davon, dass eine Anzeige der Auslöser für die Ermittlungen war. Bei Ermittlungen des Zoll wird Akteneinsicht häufig sehr spät ermöglicht.

Anonyme Anzeigen bei Scheinselbständigkeit

Auch anonyme Anzeigen sind verbreitet und lösen Ermittlungen des Zoll aus.  Oft werden diese durch Konkurrenten erstattet. Die Ermittlungsbehörden müssen anonymen Hinweisen nachgehen, wenn diese hinreichend Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der Vorwurf stichhaltig sein könnte.

Anzeigen von Arbeitnehmern

Arbeitnehmer müssen mit Hinweisen an ausserbetriebliche Stellen auch bei Scheinselbständigkeit vorsichtig sein, es kann als sogenanntes Anschwärzen zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses führen. Die Arbeitsgerichte sehen vor allem bei rechtsmissbräuchlichen und voreiligen Hinweisen an Behörden einen Pflichtverstoß des Arbeitnehmers gegen seinen Arbeitsvertrag. Da die Abgrenzung schwierig ist, kann eine unberechtigte Anzeige sogar zur fristlosen Kündigung führen.

Andere Stichworte im Rechtslexikon

Sie finden weitere Hinweise u.a. unter Anzeige, Selbstanzeige, Hauptzollamt.

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