Berater (Consultants) können trotz Freiberufler-Status als arbeitnehmerähnliche Selbständige rentenversicherungspflichtig sein oder sogar scheinselbstständig. Während eine Scheinselbständigkeit jedenfalls für Nachforderungen in der Vergangenheit den Auftraggeber trifft, führt eine Einordnung als arbeitnehmerähnlicher Selbständiger oder rentenversicherungspflichtiger Selbständiger zu Nachforderungen gegenüber dem formal Selbständigen.

Berater als arbeitnehmerähnlichger Selbständiger

Wer im wesentlichen (5/6-Regelung) im Kalenderjahr nur für einen Auftraggeber tätig ist und keinen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigt, muss Rentenversicherungsbeiträge an die DRV abführen. Wir empfehlen daher bei starker Abhängigkeit von einem Hauptauftraggeber, einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer einzustellen.

Unbekannte Gefahr: rentenversicherungspflichtiger Selbständiger

Auch nach Ansicht der DRV sind Consultants nur dann als „Lehrer“ im Sinne des § 2 Nr. 1 SGB VI rentenversicherungspflichtig, wenn sie überwiegend wie ein „Trainer“ tätig werden (siehe dort ausführlich zur Abgrenzung).

Risiko Scheinselbständigkeit

Wer darüberhinaus noch in eine betriebliche Organisation des Kunden / Auftraggebers eingebunden ist, kann sogar scheinselbstständig sein. Insbesondere im Statusfeststellungsverfahren nimmt die DRV beim Consultant oder Berater gerne eine abhängige, d.h. sozialversicherungspflichtige Beschäftigung an.

siehe auch unter Beratervertrag, Beratungsvertrag, Unternehmensberater, Consultant, IT-Berater

Ähnliche Einträge