Die Deutsche Rentenversicherung scheint sich seit kurzem besonders die Eventbranche beim Thema Scheinselbständigkeit vorgenommen zu haben. Einzelne Eventagenturen gehen bereits dazu über, nur noch Arbeitnehmer (oft über kurzzeitige oder geringfügige Beschäftigung) einzusetzen (B+D Köln laut WuV).

Bei Hostessen, Hosts, Fahrer, Aufbauhelfer, Veranstaltungstechniker, Stagehands, Stillhands, Climber, Scaffolder, Rigger, Grounder, Staplerfahrer, Hilfstechniker, Runner, Garderobendamen, Servicehostessen, Catering, Promotoren, Promotion, Sicherheitspersonal, Parkplatzwächter,  egal ob als Aushilfe oder Student, die Rentenversicherung oder gar der Zoll nehmen schnell an, dass Scheinselbständigkeit vorliegt.

Die Rechtslage ist in jedem Einzelfall zu prüfen. Beitragsnachforderungen durch Betriebsprüfungsbescheid durch DRV oder Zoll sollten nicht ohne Prüfung durch einen spezialisierten Anwalt akzepiert werden.

Mandate in der Eventbranche

Wir haben die Einstellung eines Strafverfahren für einen Vermittler von VIP-Fahrern in NRW erreicht. Für eine Promotionagentur aus NRW haben wir die Rechtslage geprüft und die Verträge überarbeitet. Vor dem Landessozialgericht Baden-Württemberg kämpfen wir in der Berufung gegen einen Beitragsbescheid nach einer Betriebsprüfung und haben erreicht, dass das LSG eine Beweisaufnahme durchführt, um überhaupt einmal festzustellen, ob die Beschäftigten scheinselbständig waren (was wohl Aufgabe der Betriebsprüfer gewesen wäre). Wir haben mehrere Agenturen beraten, die Messehostessen beschäftigen. Vor einem Sozialgericht in NRW kämpfen wir gegen einen sechsstelligen Beitragsbescheid der DRV mit Nachforderungen für eine Unternehmerin, die Messehostessen vermittelt hat.

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