Fitnesstrainer, die in einen Fitnesstudio Kurse geben, sind als Lehrer im Sinne des Sozialversicherungsrechts anzusehen und damit als rentenversicherungspflichtiger Selbständiger. In § 2 SGB VI ist die Rentenversicherungspflicht geregelt:

Lehrer und Erzieher, die im Zusammenhang mit ihrer selbständigen Tätigkeit regelmäßig keinen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigen,“

Die meisten Fitnesstrainer wissen von der Rentenversicherungspflichtigkeit der Tätigkeit nichts und erfahren oft überraschend von der Rentenversicherungspflicht, oft Jahre rückwirkend und mit erheblichen Beitragsnachforderungen garniert.

Die Rentenversicherungspflicht trifft den Selbständigen selbst und nicht seinen Auftraggeber oder das Fitnessstudio. Die Beiträge muss also der Fitnesstrainer alleine nachentrichten. Das kann schnell einen vierstelligen, oft sogar einen fünfstelligen Betrag ergeben, weil die Verjährungsfrist vier Jahre beträgt und daher für fünf Jahre Beiträge von der DRV nachgefordert werden können.

Am besten ist es, die Sachlage rechtzeitig zu prüfen und eine Rentenversicherungspflicht zu vermeiden. Ist der Bescheid der DRV erst mal da, ist es zu spät.

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