Als freier Mitarbeiter (englisch: Freelancer) wird ein Selbständiger bezeichnet, der auf der Basis von Dienstvertrag oder Werkvertrag gegen Honorar Leistungen für einen Auftraggeber erbringt.

Selbständigkeit freier Mitarbeiter

Ein freier Mitarbeiter wird in der Regel als Selbständiger behandelt, d.h. er arbeitet gegen Honorar und schreibt Rechnungen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass DRV und Sozialgerichte freie Mitarbeiter als echte, d.h. nicht sozialversicherungspflichtige Selbständige behandeln, eher gering.

Rentenversicherungspflicht freier Mitarbeiter

Ein freier Mitarbeiter, der seine Leistungen persönlich erbringt, also keinen eigenen sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer beschäftigt und im wesentlichen für eine Auftraggeber tätig ist, ist als arbeitnehmerähnlicher Selbständiger nach § 2 Nr. 9 SGB VI in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert, häufig, ohne dies zu wissen.

Dem Auftraggeber kann das eigentlich egal sein, da die Rentenversicherungspflicht ihn nicht trifft. Allerdings führt die oft hohe Nachforderung der DRV bei dem arbeitnehmerähnlichen Selbständigen dazu, dass dieser seinen Status überprüfen lässt. Oft liegt Scheinselbständigkeit vor, so dass die Beschäftigung freier Mitarbeiter schlussendlich doch zum Problem des Auftraggeber werden kann.

Sozialversicherungspflicht freier Mitarbeiter (Scheinselbständigkeit)

Nicht selten ist ein freier Mitarbeiter in Wahrheit scheinselbständig, also sozialversicherungspflichtig, was oft erst in einem Statusfeststellungsverfahren durch die Clearingstelle der DRV festgestellt wird. Betriebsprüfer sind oft wesentlich großzüger, was auch damit zusammenhängt, dass Betriebsprüfungen nur Stichproben darstellen. Die Kehrseite der Medaille ist, dass sich das Unternehmen nicht auf bisherige Betriebsprüfungen ohne Beanstandung berufen kann.

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