Koch, Kellner, Spüler und andere formal selbständige Helfer in der Gastronomie (Hotel, Restaurant, Gaststätte, Cateringservice) sind in der Regel abhängig beschäftigt und damit scheinselbständig.

Das in Gastronomiebetrieben tätige Bedienungspersonal, das ein Gewerbe zur „Vermittlung von Speisen und Getränken“ angemeldet hat, ist nach dem Gesamtbild der ausgeübten Tätigkeit weder persönlich noch sachlich unabhängig und übt deshalb kein Gewerbe aus. Der Schwerpunkt der Tätigkeit dieser Personen, die in einer Gaststätte Gäste bedienen, liegt nicht in der „Vermittlung von Geschäften“, da das Bedienungspersonal nicht maßgeblich auf die Willensentscheidung der Gäste zur Erteilung eines Auftrages einwirken, vielmehr liegt diese bei Betreten der Gaststätte schon vor. Dieser Personenkreis zählt somit grundsätzlich zu den abhängig Beschäftigten und unterliegt der Sozialversicherungspflicht.

so die DRV in einer Publikation aus 2015.

Das Risiko einer entsprechenden Feststellung ist bei der Betriebsprüfung mittelhoch, beim Besuch vom Zoll allerdings garantiert. Dann droht auch ein Strafverfahren, dass mit Geldstrafe, bei zahlreichen selbständigen Mitarbeitern auch mit Freiheitsstrafe enden kann. Ein Bericht vom Besuch vom Zoll in der Gastronomie.

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