Als Honorararzt wird ein Arzt bezeichnet, der nicht angestellt oder in eigener Praxis tätig ist, sondern gegen Honorar in einer Praxis oder einem Krankenhaus. Die DRV sieht selbständige Honorarärzte als scheinselbständig, d.h. sozialversicherungspflichte Beschäftigte an. In der Rechtsprechung ist die Linie nicht einheitlich.

Während die Sozialgerichte oft eine abhängige Beschäftigung annehmen, sehen Arbeitsgerichte durchaus Möglichkeiten, dass Ärzte auch im Krankenhaus selbständig tätig werden können:

„In der arbeitsrechtlichen Rspr. ist anerkannt, dass die Tätigkeit eines Facharztes in einem Krankenhaus grundsätzlich auch selbständig auf Honorarbasis erbracht werden kann (LAG Thüringen 29. April 2010-1 Ta 29/10 und 22. August 2011 -6 Ta 73/11; LAG Rheinland-Pfalz 3. Mai 2010 -11 Ta 163/09-und 14. September 2009-5 Sa 108/09; LAG Hamm 7. Februar 2011-2 Ta 505/10; vgl. hierzu ferner: Uffmann, ZFA 2012,1; Hanau, MedR 2015,77).“

(Hessisches Landesarbeitsgericht, Urteil vom 30. November 2015 – 16 Sa 583/15 –, Rn. 32, juris)

Ähnliche Einträge