Ein Kaufhausdetektiv (Warenhausdetektiv), der ein Stundenhonorar bekommt und feste Arbeitszeiten einzuhalten hat, wird in der Regel scheinselbständig sein.

Position der DRV:

Detektive, die für Detekteien im Warenhausbereich tätig sind, unterliegen der Kranken-,
Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherungspflicht, wenn sie eine nach Stunden berechnete Vergütung erhalten, eine feste Arbeitszeit einzuhalten und bei der Durchführung ihrer Überwachungsaufgaben Weisungen der Geschäftsleitung Folge zu leisten haben (Urteil des LSG Rheinland-Pfalz vom 30.06.1977 – L 5 K 58/76 -, Die Beiträge 1978 S. 170; Breithaupt, 1979, 682).

Auch Detektive, die von einem Detektivbüro oder Bewachungsinstitut als „freie“ beziehungsweise „freiberufliche Mitarbeiter“ auf Stundenlohnbasis und ohne eigenes Unternehmerrisiko beziehungsweise ohne entsprechende Chance zu unternehmerischem Gewinn vor allem in Kaufhäusern eingesetzt werden, unterliegen als Arbeitnehmer der Sozialversicherungspflicht (Urteil des SG Frankfurt vom 09.10.1984 – S 1/9 Kr 90/74 -, NZA 1985, 439, bestätigt durch das Hessische LSG vom 27.07.1988 – L 8/Kr 166/85 -).