In  der Gastronomie (Gaststätten, Restaurant, Catering und Hotel) wird nicht nur der Koch oft als Selbständiger beschäftigt. Nach Ansicht der DRV liegt Scheinselbständigkeit vor. Lediglich der Mietkoch, der auf ständig wechselnden fremden privaten Veranstaltungen kocht, dürfte selbständig sein. Das Risiko, erwischt zu werden, ist groß. Bei Beteiligung des Zoll ist mit der Einleitung eines Strafverfahren zu rechnen.

Auch  der

Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) in Berlin warnt seine Mitglieder dagegen davor, die Risiken zu unterschätzen. „Mietköche sind in den meisten Fällen weisungsgebunden und damit sozialversicherungspflichtig“, sagt Sandra Warden, Geschäftsführerin des Verbandes. Die problematischen juristischen Abgrenzungskriterien hält sie bei den Praktikern nur für schwer nachvollziehbar.

so laut Cook & Sell

Die Rechtsprechung sieht in Küchen- und Bedienungspersonal regelmäßig abhängig beschäftigte Arbeitnehmer:

Nach vorheriger Anhörung (Schreiben vom 4.12.2012) forderte die Antragsgegnerin mit Bescheid vom 30.12.2012 von dem Antragsteller Gesamtsozialversicherungsbeiträge i.H.v. 10.753,69 EUR nebst Säumniszuschlägen i.H.v. 56,50 EUR für den Zeitraum vom 1.1.2008 bis zum 31.12.2009 für elf von dem Antragsteller eingesetzte Mitarbeiter nach (M C [Catering], D T [Promotion bzw. Gastronomieservice], N S [Mietkoch], C E [Gastronomieservice], D M [Servicekraft, Catering], K A [Kellnerin], C C [Gastronomie], M D [Promotion, Catering, Dienstleistungen im Gastronomiebereich], C F [Cateringhilfe], U F [An- und Abbau von Bühnen, Cateringhilfe], D H [Kellnerin]).

(…)

Derzeit spricht zunächst mehr dafür als dagegen, dass die von dem angefochtenen Bescheid (dritt-)betroffenen Personen im Rahmen abhängiger Beschäftigungsverhältnisse für den Antragsteller tätig geworden sind (hierzu nachfolgend unter (1)). Die Höhe der geltend gemachten Sozialversicherungsbeiträge (hierzu unter (2)) sowie die Säumniszuschläge (hierzu unter (3)) sind nicht zu beanstanden. Schließlich ist gegenwärtig davon auszugehen, dass die geltend gemachte Forderung nicht verjährt ist (hierzu nachfolgend unter (4)).

(Landessozialgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, Beschluss vom 28. Januar 2015 – L 8 R 1166/13 B ER –, Rn. 6, juris)

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