Mit der Revision können Urteile eines Landessozialgerichts (LSG), Landesarbeitsgerichts (LAG) oder Finanzgerichts (FG) angegriffen werden. Dazu muss diese aber im Urteil zugelassen sein, andernfalls muss eine Nichtzulassungsbeschwerde geprüft werden. Am Bundesgericht sind die Möglichkeiten der Überprüfung allerdings eingeschränkt. So kann neuer Tatsachenvortrag in der Regel nicht mehr eingebracht werden. Die dritte bzw. beim BFH zweite Instanz dient daher im wesentlichen zur Überprüfung, ob die Vorinstanz die Rechtsnormen richtig angewendet hat. In der letzten Instanz können daher Fehler aus den Vorinstanzen oft nicht mehr korrigiert werden, wenn der Vortrag ungenügend war. Es ist daher anzuraten, von Anfang an – also am besten bereits vor der Klage in erster Instanz – spezialisierte Anwälte einzuschalten.

Revision zum Bundessozialgericht

Gegen Urteile des Landessozialgerichts ist der Gang zum Bundessozialgericht möglich, allerdings nur, wenn das LSG diese zugelassen hat.

Revision zum Bundesarbeitsgericht

Auch gegen Urteile des Landesarbeitsgerichts kann das Bundesarbeitsgericht nur angerufen werden, wenn das LAG diese zugelassen hat.

Revision zum Bundesfinanzhof

Gegen Urteile des Finanzgerichts ist die Anrufung des Bundesfinanzof möglich, sofern das FG die Revision im Urteil zugelassen hat.

Nichtzulassungsbeschwerde

Die Nichtzulassung der Revision im Urteil eines Landessozialgerichts, Landesarbeitsgerichts oder Finanzgerichts kann mit der Nichtzulassungsbeschwerde angegriffen werden. Informationen zur Nichtzulassungsbeschwerde finden Sie unter dem entsprechenden Stichwort.

Prüfung der Erfolgsaussichten

Wir prüfen für Sie – auch als Zweitmeinung – die Erfolgsaussichten einer von Rechtsmitteln zum Bundesarbeitsgericht, Bundessozialgericht oder Bundesfinanzhof. Da die Rechtsbehelfe zu den genannten Gerichten fristgebunden sind (einen Monat nach Zustellung des Urteils des LSG, LAG oder FG), ist eine unverzügliche Prüfung geboten.

 

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