Gegen die Entscheidung der Deutschen Rentenversicherung im Statusfeststellungsverfahren und gegen den Beitragsbescheid nach einer Betriebsprüfung ist der Widerspruch zulässig.

Form und Frist beim Widerspruch

Der Widerspruch kann fristwahrend innerhalb eines Monats nach Zugang des Bescheides der DRV zunächst ohne Begründung eingelegt werden; die DRV fordert dann unter Fristsetzung zur Begründung auf.

Begründung des Widerspruchs

Die DRV hat sich im Bescheid mit ihren Argumenten vermutlich nicht oder nicht vollständig auseinandergesetzt. Es hilft daher erfahrungsgemäß nicht viel, nur die Argumente aus der Anhörung zu wiederholen. Da es sich um eine Spezialmaterie handelt, kann oft nur der Fachmann, also der spezialisierte Anwalt, auf der Basis aktueller Rechtsprechung Fehler im Bescheid finden und nachdrücklicher argumentieren, so dass ein Sozialgerichtsverfahren vermieden werden kann.

Keine aufschiebende Wirkung bei Beitragsbescheid

Der Widerspruch hat nur im Statusfeststellungsverfahren aufschiebende Wirkung, der Beitragsbescheid nach einer Betriebsprüfung ist sofort vollziehbar. Sie müssen daher die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung mit dem Widerspruch beantragen. Die DRV gibt diesem Antrag allerdings nur selten statt; dann muss das Sozialgericht angerufen werden, um die Vollstreckung zu verhindern.

Widerspruch am besten mit Anwalt

Bei einem Widerspruch – spätestens bei der Begründung – sollte man sich in jedem Fall von einem spezialisierten Anwalt begleiten oder besser vertreten lassen. Zur Abwehr der Vollstreckung bei einem sofort vollziehbaren Beitragsbescheid ist unbedingt ein spezialisierter Anwalt hinzuzuziehen.

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