Auch ein Interim-Manager kann sowohl als Selbstständiger als auch als Scheinselbstständiger angesehen werden. Kriterien und Urteile.

Kriterien und Merkmale einer Scheinselbständigkeit beim Interim-Manager

Folgende Merkmale der Beschäftigung können für eine abhängige Beschäftigung und damit Scheinselbständigkeit sprechen:

Der Interimsmanager ist in die Hierarchie eingegliedert und muss Weisungen von oben befolgen und/oder darf Weisungen nach unten erteilen

Der Interim-Manager arbeitet überwiegend am Betriebssitz, nimmt an Meetings teil, beraumt Meetings an

Der Interimsmanager ersetzt (befristet) eine Funktion, die üblicherweise im Unternehmen von einem Arbeitnehmer besetzt wird

Der Interim-Manager arbeitet quasi Vollzeit, kann also keine weiteren Aufträge zur gleichen Zeit annehmen

Der Interimsmanager erhält einen Stundensatz, eine monatliche Zahlung und keine Pauschale für seine Tätigkeit. Er trägt damit kein Gewinn- und Verlustrisiko.

Urteile zum Risiko Scheinselbständigkeit beim Interim-Manager

Soweit ersichtlich, haben sich weder Arbeitsgerichte noch Sozialgericht speziell zum Interim-Manager geäussert. Daher sind die allgemeinen Kriterien heranzuziehen bzw. die für andere Berater von den Gerichten herausgearbeiteten Merkmale. In der arbeitsrechtlichen Literatur wird das Risiko einer Scheinselbständigkeit gesehen. Es ist darauf zu achten, dass die Sozialgericht deutlich schneller eine abhängige Beschäftigung annehmen als die Arbeitsgerichte.

Blogbeitrag zum Risiko Scheinselbständigkeit beim Interim-Manager

Lesen Sie dazu unseren Blogbeitrag „Interimsmanager – Risiko Scheinselbständigkeit“ von Rechtsanwalt Felser.

 

 

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