Eine Praxisvertretung durch einen Urlaubsvertreter oder Praxisvertreter ist bei Ärzten zulässig und in den Berufsordnungen vorgesehen. Sie kann allerdings sozialversicherungsrechtlich zu Problemen führen. Bitte beachten Sie dazu unter Beiträge unter „Praxisvertreter“ und „Urlaubsvertreter“.

§ 21 der Bayerischen Berufsordnung für Tierärzte
(aus Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 28. März 2012 – L 2 U 424/09 –)

㤠21 Vertreter und Assistenten

(1) Vertreter sind freiberuflich tätige Tierärzte, die in Abwesenheit des niedergelassenen Tierarztes dessen Praxis führen. Assistenten sind neben dem niedergelassenen Tierarzt in dessen Praxis tätige, weisungsgebundene Tierärzte

(2) Das Arbeitsverhältnis zwischen dem niedergelassenen Tierarzt und dessen Assistenten und die sich daraus ergebenden Rechte und Pflichten sind durch den Abschluss eines schriftlichen Vertrags festzulegen. Die vertragliche Vereinbarung zwischen dem niedergelassenen Tierarzt und dessen Vertreter soll – unter Angabe der gegenseitigen Rechte und Pflichten – ebenfalls schriftlich erfolgen.“

(Bayerisches Landessozialgericht, Urteil vom 28. März 2012 – L 2 U 424/09 –)

Die Bayerische Kassenärztliche Vereinigung hat ein umfangreiches Merkblatt zum Thema „Praxisvertretung“ auf ihren Webseiten veröffentlicht. Die Landeszahnärztekammer hat ebenfalls einen Leitfaden zur Praxisvertretung mit Mustern zur Verfügung gestellt.

Ähnliche Einträge