Mit einer Prüfungsanordnung (§§ 195 ff. AO.) kündigt der Zoll (das zuständige Hauptzollamt eine Zoll- oder Außenprüfung in einem Betrieb oder Unternehmen an. Sie dient – anders als die Prüfung nach § 2 ff. SchwarzArbG – der Ermittlung der steuerlichen Verhältnisse des Steuerpflichtigen (§ 194 Abs. 1 S. 1 AO).

Grundsätzlich ist eine vorherige Prüfungsanordnung Voraussetzung für eine Prüfung des Zoll. Ausnahme: wenn Feststellungen bei Ausübung der Steueraufsicht hierzu Anlass geben (§ 210 Abs. 4 AO).

Die schriftliche Prüfungsanordnung wird dem Betroffenen, bei dem eine Prüfung stattfinden soll, rechtzeitig bekanntgegeben. Ausnahme: Wenn der Prüfungszweck durch eine vorherige Bekanntgabe gefährdet sein könnte, werden Steuerpflichtige nicht vorab informiert, sondern rhalten die Prüfungsanordnung unmittelbar bei Beginn der Prüfung ausgehändigt.

Die Aussenprüfung nach §§ 197 AO ist nicht mit der Prüfung nach dem SchwarzArbG zu verwechseln. Die Prüfungen nach § 2 Abs. 1 SchwarzArbG erfolgen grundsätzlich ohne Vorankündigung. Die Bekanntgabe der Prüfung durch Aushändigung einer schriftlichen Prüfungsverfügung ist im SchwarzArbG nicht ausdrücklich vorgeschrieben. Allerdings wird oft eine Prüfungsverfügung ergehen.

Ausführliche Informationen zur Prüfung durch den Zoll finden Sie auf den Seiten des Zoll.

Einen Erfahrungsbericht zur Prüfung nach dem SchwarzArbG finden Sie im Blogbeitrag „Prüfungsverfügung vom Zoll – was tun“

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