Schönwetterrechtsprechung hat nichts mit Metereologie zu tun. Als Schönwetterrechtsprechung wird die frühere Rechtsprechung der Sozialgerichte und des Bundessozialgerichts bezeichnet, mit der eine sozialversicherungsfreie Beschäftigung bei GmbH-Geschäftsführern in einer Familien-GmbH trotz fehlender Gesellschaftsanteile oder einer Minderheitsbeteiligung damit begründet wurde, dass in solchen Gesellschaften eine familienhafte Rücksichtnahme zu erwarten ist. Man sprach auch von Schönewetter-Selbständigkeit, die bei ersten Wolken nicht hält, was man sich verspricht.

Diese Schönwetterrechtsprechung hat das Bundessozialgericht 2012 aufgegeben, weil auch in Familien nicht immer eitel Sonnenschein herrscht, sich also im Zweifel die tatsächliche Rechtsmacht der Gesellschafter durchsetzt.

Die DRV berechnet die Beitragsnachforderungen in ihren Bescheiden so, als ob es diese Rechtsprechung nie gegeben hätte. Das halten wir für bedenklich. Wir haben in ersten Fällen erfolgreich mit der DRV verhandeln können und die Beitragsnachforderung kräftig reduziert.

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