Vorsteuerabzug bei Scheinselbständigkeit

Vorsteuerabzug muss bei Scheinselbständigkeit berichtigt werden. Wenn ein selbständiger Auftragnehmer Umsatzsteuer abgerechnet hat, wird diese als Vorsteuer beim Auftraggeber abgezogen (also mit seiner Umsatzsteuer verrechnet).

Dieser Vorsteuerabzug ist zu Unrecht erfolgt, wenn Scheinselbständigkeit festgestellt wird. Der vermeintlich freie Mitarbeiter ist dann kein Unternehmer im umsatzsteuerlichen Sinne. Die Steuererklärungen des auftraggebenden Unternehmens müssen folglich  berichtigt werden. Eventuelle Nachzahlungen sind mit 6% p.a. zu verzinsen, wenn mehr als 15 Monate nach Ende des Veranlagungsjahres vergangen sind.

Der freie Mitarbeiter kann die abgeführte Umsatzsteuer zurückfordern, wenn die Vorsteuer vom Auftraggeber an das Finanzamt zurück gezahlt wurde.

Anzumerken ist, dass eine abhängige Beschäftigung im sozialversicherungsrechtlichen Sinne nicht zwingend dazu führt, dass auch das Finanzamt bzw. das Finanzgericht davon ausgehen müssen.

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